{"id":396,"date":"2013-08-30T11:27:53","date_gmt":"2013-08-30T10:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wartburgkreisbote.de\/?p=396"},"modified":"2013-08-30T11:27:53","modified_gmt":"2013-08-30T10:27:53","slug":"zensus-wir-sterben-aus-und-keiner-merkts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wartburgkreisbote.de\/?p=396","title":{"rendered":"Zensus: Wir sterben aus und keiner merkts?"},"content":{"rendered":"<p>Wir Deutschen werden \u00e4lter und weniger, davon haben wir alle schon einmal geh\u00f6rt und gelesen. Die Deutschen haben dies zur Kenntnis genommen, die Politik verniedlicht die Vorg\u00e4nge als \u201edemografischen Wandel\u201c und schickt sich an, die damit verbundenen Verfallssymptome zu moderieren. Die Linke begreift das Aussterben der Deutschen gar als Chance. Und Fritz Hofmann von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) brachte im Eisenacher Stadtrat gar zum Ausdruck, da\u00df die Wartburgstadt fr\u00fcher als Seniorenresidenz galt und man dies wieder als anstrebenswerte kommunalpolitische Vision betrachten sollte. Kurzum: Von weiten Teilen der Politik darf man nicht erwarten, den Ernst der Lage zu erkennen und sie auch noch zu bek\u00e4mpfen. So kann man f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland ganz im Gegensatz zum Beispiel zu skandinavischen L\u00e4ndern oder Frankreich behaupten, da\u00df es ein Alleinstellungsmerkmal der gemeinhin verteufelten NPD ist, \u00fcberhaupt Bev\u00f6lkerungspolitik im eigentliche Sinne einzufordern. Deshalb darf auch nicht verwundern, da\u00df die j\u00fcngsten Ergebnisse der Volksz\u00e4hlung lediglich zur Kenntnis genommen wurden. Es war aber der Lokalpresse immerhin 1.157 Zeichen wert (TA v. 1.6.13), uns wissen zu lassen, da\u00df Eisenach rund 1000 Einwohner weniger hat und entgegen bisherige Angaben nun doch bereits 2.040 Ausl\u00e4nder in der Stadt leben (Eingeb\u00fcrgerte nicht eingerechnet). Nur wenige Orte sind \u201egewachsen\u201c, Th\u00fcringen ist noch kleiner geworden als in den letzten Jahrzehnten bereits zusammengeschrumpft, von ganz Deutschland ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Geht das alles nun an uns vorbei? Wen soll aber in Zeiten nationaler Demut, Selbstverleugnung, ewiger Bu\u00dfe und Schuld schon der rein biologische Fortbestand des deutschen Volkes interessieren? Richtig, h\u00f6chstens Ewiggestrige! Wenn dann d\u00fcrfte uns doch interessieren, da\u00df allein in j\u00fcngster Zeit beschlossen wurde, Sparkassenfilialien in Eisenach-Nord, Seebach, Bad Salzungen, Kieselbach und andernorts wegen des \u201eWandels\u201c dichtzumachen. Und Buslinien, besonders im Erbstromtal, massiv auszud\u00fcnnen, auch wegen diesem Wandel. Immer offenbarer und zahlenm\u00e4\u00dfig offenkundiger wird, da\u00df unser umlagefinanziertes Rentensystem durch Geburtenmangel nicht zu halten und auch nicht durch die millionenfach uns \u201ebereichernden ausl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4fte\u201c zu retten sein wird. Unternehmen von hier bereits mangels Lehrstellenbewerber abwandern. Th\u00fcringens Verkehrsminister Carius (CDU) den Wandel \u201enutzen\u201c will, damit Bahnen nicht mehr an jeder \u201eMilchkanne\u201c (gemeint sind wohl unsere D\u00f6rfer&#8230;) halten m\u00fcssen. Interessiert uns auch nicht? Haben wir dann \u00fcberhaupt Anspruch auf irgendetwas, wenn wir unser aller Zukunft so leichtfertig aus der Hand geben und behandeln? Eine provokante Frage, wohl war.<br \/>\nAber was ist ein Volk wert, das nicht nur sich selbst und seine Geschichte verteufelt, sondern auch garnichts von der Zukunft wissen will? Noch provokanter, auch wahr. Aber wen interessiert\u2018s? (pw)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Deutschen werden \u00e4lter und weniger, davon haben wir alle schon einmal geh\u00f6rt und gelesen. Die Deutschen haben dies zur Kenntnis genommen, die Politik verniedlicht die Vorg\u00e4nge als \u201edemografischen Wandel\u201c und schickt sich an, die damit verbundenen Verfallssymptome zu moderieren. Die Linke begreift das Aussterben der Deutschen gar als Chance. 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