Sommerlesertreffen des Wartburgkreisboten mit Reden und Musik


Zu einem Lesertreffen in die Wartburgstadt Eisenach lud am vergangenen Wochenende die Redaktion des Wartburgkreisboten. Das bunte Programm verfolgten sechzig Leser und Freunde der patriotischen Zeitung.

Am Nachmittag legte Herausgeber Patrick Wieschke in seiner Einführungsrede die Entwicklung des Wartburgkreisboten in den vergangenen Monaten dar. Nach wie vor erfülle das Blatt mit einer seit Jahren konstanten Auflage von 22.000 Exemplaren eine Nischenfunktion im Medienspektrum der Region. Die übrigen Lokalzeitungen gleichen sich mehr und mehr und verlieren an Profil. Überdies sind sie, so Wieschke, als Bestandteile großer Verlagsimperien im Hinblick auf ihre politische Grundausrichtung absolut gleichgeschaltet und leisten eine anbiedernde Hofberichterstattung zugunsten der Regierenden.

Nicht zuletzt deshalb wächst die Zahl der Abonnenten in der Wartburgregion kontinuierlich, obwohl die Zeitung im siebenten Jahrgang bereits mehrfach in jedem Haushalt gelandet sein dürfte. Das steigende Interesse am Wartburgkreisboten führt Wieschke aber auch auf die wachsende Professionalität der Zeitung zurück, die nur dank treuer Spender und einer hochmotivierten Mannschaft gesteigert werden konnte. Der Wartburgkreisbote berichte überdies nicht einfach ergänzend über das, worüber andere schon berichteten, sondern setze stets eigene inhaltliche Akzente und holt verschwiegene Themen und heiße Eisen an die Oberfläche. Das zeigten nicht zuletzt die Berichterstattung über das St.-Georg-Klinikum und bisher unveröffentlichte Details zum Eisenacher Korruptionssumpf oder der Bericht zur Bernshäuser Kutte. Die besten Abonnentenentwicklungen würden die Städte Ruhla, Vacha und Eisenach sowie die Gemeinden Wutha-Farnroda und Hörselberg-Hainich verzeichnen. In diesem Jahr sollen noch zwei weitere Ausgaben erscheinen.

Als Gastredner konnten die Gäste den Bundeswehrhauptmann a.D. und Dissidenten Wolfgang Juchem von der „Aktion Freies Deutschland“ begrüßen. Unter seinem brandaktuellem Vortragstitel „Finanzbetrüger mit Staatslizenz“ beleuchtete er die geschichtlichen Hintergründe des heutigen Banken- und Spekulationsunwesens. Die Misere von heute reicht bis zurück in das frühe zwanzigste Jahrhundert und trifft Deutschland besonders auch deshalb hart, weil willfährige Politiker dem Diktat und dem Willen der Wall Street gehorchen. In seinen Ausführungen ging Juchem auch auf Details aus dem Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ein. Wer diesen Vertrag vorher gründlich gelesen habe, hätte diesem nie mit reinem Gewissen zustimmen können, betonte Juchem. Für seinen mehr als einstündigen Vortrag erntete er großen Applaus.

Der Abend wurde wie üblich musikalisch gestaltet. Ein Liedermachertrio aus Thüringen wußte mit alten und neuen Liedern zum Mitsingen das Publikum zu begeistern. Zwei Eisenacher Künstler brachten die Stimmung dann zum Überlaufen. Bis tief in die Nacht hinein wurde gefeiert und so das Sommerlesertreffen harmonisch beendet.

 


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