Wen schützt Katja Wolf?


Leserbrief von Gordon Wolf

Stoppt den Filz plakatierte Eisenachs Oberbürgermeisterin im Wahlkampf 2012 und nutzte mit diesem damals aktuellen Slogan die Wechselstimmung gezielt aus. Doch Stoppt den Filz ist aktueller denn je. Nicht nur trotz Wolf sondern wegen Wolf. Denn auch nach der Aburteilung Christian Köckerts geht es in Eisenach äußerst filzig zu. Ein Beispiel von vielen:

T.B. ist Geschäftsführer einer kommunalen Gesellschaft des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach, die sich um wichtige Dinge wie Arbeitsförderung kümmern soll. B. soll das Unternehmen zu einem echten Familienbetrieb ausgebaut haben. Im wahrsten Sinne des Wortes: Wie ehemalige Mitarbeiter und anonym bleibende Insider berichteten, sollen von der steuergeldfinanzierten Arbeitsförderung die Gattin B.´s, seine Tochter und seine Schwester sowie natürlich auch Freunde des politisch und kriminalistisch ins Visier geratenen Geschäftsführers und Mitgliedes einer großen Volkspartei profitieren. Die Frau soll sich, berichten aktive und ehemalige Mitarbeiter, im Rahmen einer Scheinselbstständigkeit Geld bei der ABS dazuverdienen. Doch wie andere auch, soll sie vorrangig für eine andere Gesellschaft des B. tätig sein. Denn dieser ist im „Nebenberuf“ auch geschäftsführender Gesellschafter eines Ruhlaer Unternehmens, das Thüringen in kleinen Modellen darzustellen pflegt. Das ist nicht das einzige Unternehmen, in welches B. seine Freizeit investieren soll. Auch wenn fraglich erscheint, wie ein hochbezahlter Geschäftsführer all dies im Nebenberuf bewerkstelligt, könnte man das noch als Privatsache abtun. Wenn es nicht zuhauf Indizien dafür gebe, daß das öffentliche Unternehmen nebst Infrastruktur und Mitarbeitern für diese Zwecke missbraucht würde. Die konkret untersetzten Vorwürfe reichen bis hin zur Zweckentfremdung öffentlicher Gelder. Die politisch verantwortlichen schweigen auffällig und ziehen sich auf laufende Ermittlungen zurück. Nur kleine Oppositionsgruppen sollen im Stadtrat bislang vergeblich Druck ausüben. Am schweigsamsten ist Eisenachs OB Wolf (Linke). Sie wirkt auf der städtischen Regierungsbank im Vergleich zur Oppositionstätigkeit typisch links wie ausgewechselt. Bösen Zungen behaupten sogar, sie schütze nicht nur verfilzte Typen, sondern bediene sich inzwischen selbst. Entsprechende „Gerüchte“ werden nun sogar Thema im Stadtrat. Die Lokalpresse wird sie sicherlich rupfen, dafür sollen ihre Kontakte dorthin zu nah sein. Ich hoffe, der Wartburgkreisbote schweigt nicht.


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